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	<title>Italien Archive - kochgeschichten</title>
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		<title>Risotto &#038; Risi e bisi</title>
		<link>https://www.kochgeschichten.at/risotto-risi-e-bisi/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[klausk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Mar 2024 09:39:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Italien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Venedig &#038; Verdi, Erbsen &#038; Hühnerleber – zweimal Reis á la Norditalien. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kochgeschichten.at/risotto-risi-e-bisi/">Risotto &#038; Risi e bisi</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kochgeschichten.at">kochgeschichten</a>.</p>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:66.66%">
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Das Universum der Risotti</h2>



<p class="has-text-align-center has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-93f382dc2b340ccfc4d43be364d5016a">Als in den Reisfeldern der Po-Ebene „Bella Ciao“ erklang, <br>am Markusplatz die Erbsen gezählt wurden und <br>Giuseppe Verdi ein Rezept diktierte.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="570" src="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Riso_Amaro.jpg" alt="Riso Amaro" class="wp-image-725" style="width:631px;height:auto" srcset="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Riso_Amaro.jpg 600w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Riso_Amaro-300x285.jpg 300w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Riso_Amaro-13x12.jpg 13w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>“Bitterer Reis” (Regie: Giuseppe de Santis, 1949)</strong> <br>Silvana Mangano als Reisarbeiterin in der Po-Ebene.</figcaption></figure>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-bc0d4e44d980e3f620242f5da116a0f4">Wer sich mit dem italienischen Reis näher beschäftigt als bloß mit der Frage, wie sanft er simmern muss, damit diese unvergleichliche Mischung aus Cremigkeit und Biss entsteht, die einen würdigen Risotto auszeichnet, landet mitten in der jüngeren Kultur- und Zeitgeschichte des Landes. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts tobten um den Reis aus der Po-Ebene (Padanien sagte man einst, doch der Begriff wurde in den 1990er Jahren von der rechtspopulistischen Lega Nord zum Zwecke der Abspaltung vom Süden okkupiert) Kämpfe und Streiks; die schwere Arbeit in den Reisfeldern, bei der zumeist Frauen von früh bis spät knietief und gebückt im Wasser stehen mussten, hatte deutliche Züge von Sklaverei.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die Partisanenhymne aus den Reisfeldern</h4>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-1ab24f70c5ea843f0fbe59e5bb747e88">1949 schilderte Giuseppe De Santis diese prekäre Atmosphäre in seinem neorealistischen Film „Riso amaro“ (Bitterer Reis). Da erfährt man auch, dass die Frauen (<em>le mondine</em>) bei der Arbeit nicht sprechen durften, aber immerhin singen. In Liedern schmuggelten sie ihre Bereitschaft zum Widerstand unter den strengen Augen und Ohren der Zensur durch und animierten einander auch zum Durchhalten.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-plain is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-c83f26423d4e7244641c25b7f1dff8b1" style="color:#2f785d"><strong>„A lavorare laggiù in risaia, </strong><br><strong>o bella ciao, bella ciao, </strong><br><strong>bella ciao, ciao, ciao!“</strong></p>
<cite>Lied der Frauen bei der harten Arbeit</cite></blockquote>



<p>Ihr berühmtestes Lied war „Bella Ciao“. Es wurde später zwar zur Hymne des antifaschistischen Widerstands <em>(„O partigiano, portami via!“</em>), anfangs aber, um 1900, war es die in Strophen gefasste Klage der <em>mondine</em>: <em>„A lavorare laggiù in risaia, o bella ciao, bella ciao, bella ciao, ciao, ciao! A lavorare laggiù in risaia, sotto il sol che picchia giù!”</em> Das bedeutet zusammengefasst:&nbsp; Unter stechender Sonne muss die Arbeit im Reisfeld verrichtet werden. In der letzten Strophe versichern die Frauen einander, dass der Tag der Freiheit kommen werde. Ich finde, man kann auch daran einmal denken, wenn man einen köstlichen Risotto rührt.</p>



<h4 class="wp-block-heading"> Die Dreifaltigkeit Carnaroli, Vialone und Nano</h4>



<p>Risotto ist ja überhaupt viel mehr als ein Gericht; es ist ein ganzer Kosmos aus Geschichten, Variationen und Zubereitungsarten. Zentren der Risotto-Kultur gibt es einige im nördlichen Italien. Zu den bekanntesten zählt Mailand, wo der <em>Risotto milanese</em> zuhause ist, der immer wieder als simple vegetarische Singularität verstanden wird. Ein gelber körniger Klecks auf dem Teller aus nichts als Reis, Safran, Gemüsebrühe, einem Schuss Wein und etwas Butter und Parmesan? Da würden die Gralswächter des echten Milanese sogleich mahnend den Zeigefinger heben und sagen: <em>„Manca qualcosa importante!“</em> </p>



<p>Es fehlt etwas Wichtiges: Ochsenmark nämlich. Das wird zu Beginn mit der Butter in der Pfanne cremig gerührt, bevor der Reis dazukommt, Reis der Sorten <em>Carnaroli</em>, <em>Arborio</em> oder <em>Vialone Nano</em>, deren Stärke im Verlauf des Köchelns zu dieser legendären Cremigkeit beiträgt. Wie suppig der Risotto letztlich sein darf, ist eine Streitfrage. Die Kardinalsmeinung lautet: Er muss, in den Teller gelöffelt, langsam zerfließen und darf keinesfalls ein Haufen Reis bleiben.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-plain is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-9b4f89b2648e9f76cdeffb6d771dd299" style="color:#266a52"><strong>Die Erbsen im Risi e bisi waren schon in der Antike so wertvoll, </strong><br><strong>dass der Römische Kaiser Elagabal sie bei Gelagen vermischt </strong><br><strong>mit Perlen und Gold servieren ließ. </strong></p>
</blockquote>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-1aefcf948ef74966ebdb13b1c2a41d98">Der nun folgende Risotto ist ein vegetarischer Frühlingsgruß, der in den Tagen, als die <br>k &amp; k-Monarchie noch im heutigen Italien zugange war, bis in die altösterreichische Küche strahlte: <em>Risi e bisi</em> wurde in unseren Breiten zum trockenen <em>Risipisi</em>, einer beliebten Beilage zu Brathendl und Kalbsnierenbraten. Puristen reihen den italienischen Reis mit Erbsen gar nicht unter die Risotti, sondern nennen das Gericht eine <em>minestra</em>, also eine sämige Suppe, weil sie noch viel feuchter als ein klassischer Risotto serviert gehört.</p>



<p>Sein Ursprung liegt im Anbau der qualitativ besonders hochwertigen Erbsen in der Region Veneto. Sie galten schon in der Spätantike als so wertvoll, dass der römische Kaiser Elagabal sie bei Gelagen mit Perlen und Goldkörnern vermischt servieren ließ.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1024" height="710" src="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Canaletto_-_The_Piazza_San_Marco_in_Venice_-_Google_Art_Project-1024x710.jpg" alt="Canaletto The Piazza San Marco In Venice Google Art Project" class="wp-image-723" srcset="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Canaletto_-_The_Piazza_San_Marco_in_Venice_-_Google_Art_Project-1024x710.jpg 1024w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Canaletto_-_The_Piazza_San_Marco_in_Venice_-_Google_Art_Project-300x208.jpg 300w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Canaletto_-_The_Piazza_San_Marco_in_Venice_-_Google_Art_Project-768x533.jpg 768w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Canaletto_-_The_Piazza_San_Marco_in_Venice_-_Google_Art_Project-1536x1066.jpg 1536w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Canaletto_-_The_Piazza_San_Marco_in_Venice_-_Google_Art_Project-2048x1421.jpg 2048w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Canaletto_-_The_Piazza_San_Marco_in_Venice_-_Google_Art_Project-18x12.jpg 18w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Canaletto_-_The_Piazza_San_Marco_in_Venice_-_Google_Art_Project-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Der Markusplatz (Canaletto, 1722</strong>) Am 25. April, dem Namenstag San Marcos, <br>gab es Erbsenreis für die gesamte Entourage des Dogen. </figcaption></figure>



<p> </p>



<p>In Venedig wünschte man sich in der Dogenzeit an jedem 25. April <em>Boni risi e bisi</em> und <em>Evviva San Marco</em>. An diesem Festtag des Evangelisten Markus zelebrierten der Doge und seine gesamte Entourage auch ein Festmahl. Und dessen erster Gang war natürlich <em>Risi e bisi</em>.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Hobbykoch Giuseppe Verdi bittet zum Diktat </h4>



<p>Verlassen wir nun den Markusplatz und reisen zurück in die Po-Ebene. Ein Septemberabend im Jahr 1869 in der Villa Sant`Agata. Giuseppe Verdi, nicht nur Italiens Operngigant, sondern auch Großgourmet, schreitet gemessenen Schrittes hinter seiner Lebensgefährtin Giuseppina Strepponi auf und ab und diktiert ihr dabei einen Brief an seinen Freund, den französischen Operndirektor Camille du Locle, der ihm in diesen Tagen gerade bei den Recherchen zur „Aida“ behilflich ist. „Man nehme eine Kasserolle und gebe zwei Unzen Butter sowie zwei Unzen Ochsenmark und ein wenig geschnittene Zwiebel hinein“, sagt Verdi an.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="655" height="753" src="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Verdi_at_the_piano_at_SantAgata.png" alt="Verdi At The Piano At Sant'agata" class="wp-image-724 size-full" srcset="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Verdi_at_the_piano_at_SantAgata.png 655w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Verdi_at_the_piano_at_SantAgata-261x300.png 261w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Verdi_at_the_piano_at_SantAgata-10x12.png 10w" sizes="(max-width: 655px) 100vw, 655px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><strong>„Man nehme eine Kasserolle und gebe zwei Unzen Butter sowie zwei Unzen Ochsenmark und ein wenig geschnittene Zwiebel hinein.“<br>Giuseppe Verdi (gemalt von Achille Beltrame in der Villa Sant`Agata, 1899) spielte nicht nur Klavier; er kochte leidenschaftlich gerne, vor allem Risotto Milanese. </strong></p>
</div></div>



<p>Was in den nächsten Zeilen folgt, ist das Rezept für einen klassischen Risotto milanese, wie man ihn heute noch zubereitet: mit piemontesischem Reis (Verdi meinte sicher den Riso Arborio aus der gleichnamigen Gemeinde), guter Fleischbrühe, Safran, Weißwein und Parmesan. Nur zum Schluss empfiehlt er eine kleine, aber feine Abweichung: „Wenn Trüffel vorrätig sind, schneidet sie fein und streut sie über den Risotto, andernfalls reicht geriebener Käse.“</p>



<p>Der Risotto milanese ist mit Sicherheit Italiens bekanntestes Reisgericht aus der Kategorie der primi piatti, zumindest aus internationaler Sicht. Im Land selbst sieht man das etwas anders. Da ist nämlich oft vom sogenannten „Bermuda-Dreieck der großen Risotti“ die Rede. Dessen Eckpunkte sind die Städte Mantua in der Lombarbei sowie Verona und Legnago in Venetien. Aber warum Bermuda-Dreieck? Weil die Gegend, so schreibt Morello Pecchioli, ein Mitglied der <em>Accademia Italiana della Cucina</em>, „Vielfraße aus ganz Italien anzieht“ und schlanke Taillen und Diätambitionen hier so spurlos verschwinden wie im echten Bermuda-Dreieck große Schiffe und Flugzeuge.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Jedem Dorf sein Risotto</h4>



<p>Mit diesem Vergleich liegt der Küchenakademiker nicht falsch. Vier einander durchaus ähnliche Risotti werden in der Region verehrt und in Festen gefeiert; Wurstbrät spielt in allen eine auftragende Rolle. Der <em>Risotto al tastasál </em>wurde früher traditionell vor dem Füllen der Würste zubereitet; man stiebitzte dafür einfach ein wenig vom Brät. Der <em>Risotto alla pilota</em>, ebenfalls ein Brät-Reis hat nichts mit Piloten zu tun, sondern leitet sich von der pilatura, dem Prozess des Reisschälens, ab. Die Arbeiter setzten Reis und Fleisch auf einen Rost über offenem Feuer, gingen zur Arbeit und verspeisten ihn später in der Pause. Der <em>Risotto col puntél</em> ist ident mit dem <em>alla pilota</em>, wird jedoch mit einem gebratenen Schweinskotelett gekrönt. Und der <em>Risotto all`isolana</em> aus Isola della Scala, dem Zentrum der Reissorte Vialone nano, auch „König der Risotti“ genannt, enthält Kalb und Schwein, und als Würze Rosmarin und Zimt.</p>



<p>Mein liebster Risotto jedoch ist der <em>ai fegatini di pollo</em>, mit Hühnerleber und Speck. Er ist zugleich der Beweis dafür, dass auch getrocknete Steinpilze eine herrliche Aromatik in einem Risotto erzeugen können. </p>



<p><strong>Eine formidable vegetarische Variante dieses Risotto</strong>: den Speck einfach weglassen, statt Hühnersuppe Gemüsebrühe verwenden und die Leber durch gebratene Artischocken ersetzen.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:33.33%">
<div class="wp-block-group has-palette-color-8-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-458d7e98aa80cd27c48d1a32cd88ece4 is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained" style="background-color:#3a8769">
<p class="has-text-align-center has-large-font-size"><strong>REZEPTE</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large has-custom-border"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Risi_e_bisi-1024x768.jpg" alt="Risi E Bisi" class="wp-image-726" style="border-width:1px" srcset="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Risi_e_bisi-1024x768.jpg 1024w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Risi_e_bisi-300x225.jpg 300w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Risi_e_bisi-768x576.jpg 768w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Risi_e_bisi-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Risi_e_bisi-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Risi_e_bisi-16x12.jpg 16w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Risi_e_bisi-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size"><strong>Risi e bisi</strong></p>



<p style="font-size:clamp(14px, 0.875rem + ((1vw - 3.2px) * 0.313), 18px);"><strong>ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>1 EL Butter</li>



<li>1 Schalotte</li>



<li>250 g Risotto-Reise</li>



<li>0,75 Liter Gemüsebrühe</li>



<li>350 g Erbsen (TK oder erntefrisch)</li>



<li>Salz, Pfeffer</li>



<li>2 EL Butter</li>



<li>50 g Parmesan</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide"/>



<p style="font-size:clamp(14px, 0.875rem + ((1vw - 3.2px) * 0.313), 18px);"><strong>ZUBEREITUNG</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>In einer Kasserolle schmelze ich 1 EL Butter und dünste 1 feingehackte Schalotte darin glasig. Dann rühre ich 250 g Risotto-Reis unter, rühre noch 1 Minute weiter und lösche mit einem Schöpfer Gemüsebrühe ab (insgesamt benötigt man etwa 0,75 Liter Brühe).<br>&nbsp;</li>



<li>Nach und nach kommt schöpferweise weitere Brühe dazu; der Reis soll stets in einer cremigen Flüssigkeit liegen (die Kochzeit beträgt etwa 25 Minuten).<br>&nbsp;</li>



<li>Währenddessen koche ich <br>350 g ausgepalte Erbsen bissfest, was wenige Minuten dauert, und gebe sie mit Salz und frisch gemörsertem Pfeffer nach 15 Minuten zum Reis (Tiefkühlerbsen sind erlaubt, sie kommen allerdings erst kurz vor Vollendung gut aufgetaut in den Reis).<br>&nbsp;</li>



<li>Zum Schluss wird der behäbig schwappende Reis mit 2 EL Butter und 50 g geriebenem Parmesan durchgerührt und noch einmal abgeschmeckt.</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide"/>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size"><strong>Risotto mit Hühnerleber<br>(ai fegatini di pollo)</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large has-custom-border"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/R-isotto_Huehnerleber-1024x768.jpg" alt="R Isotto Hühnerleber" class="wp-image-722" style="border-width:1px" srcset="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/R-isotto_Huehnerleber-1024x768.jpg 1024w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/R-isotto_Huehnerleber-300x225.jpg 300w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/R-isotto_Huehnerleber-768x576.jpg 768w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/R-isotto_Huehnerleber-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/R-isotto_Huehnerleber-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/R-isotto_Huehnerleber-16x12.jpg 16w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/R-isotto_Huehnerleber-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:clamp(14px, 0.875rem + ((1vw - 3.2px) * 0.313), 18px);"><strong>ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>20 g getrocknete Steinpilze</li>



<li>100 ml trockener Weißwein</li>



<li>3 EL klein gewürfelter Bauchspeck (oder Guanciale)</li>



<li>1 Schalotte</li>



<li>1 EL Butter</li>



<li>250 g Risotto-Reis</li>



<li>ca. 0,75 Liter Hühnersuppe</li>



<li>Salz, weißer Pfeffer</li>



<li>60 g geriebener Parmesan</li>



<li>2 EL kalte Butter</li>



<li>etwas Öl zum Braten</li>



<li>8 bis 12 Hühnerlebern</li>



<li>Parmesan zum Bestreuen</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide"/>



<p style="font-size:clamp(14px, 0.875rem + ((1vw - 3.2px) * 0.313), 18px);"><strong>ZUBEREITUNG</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zuerst weiche ich 20 g getrocknete Steinpilze für <br>1 Stunde in 100 ml Weißwein ein.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Dann röste ich den Speck und die feingehackte Schalotte in etwas Butter an, rühre den Reis ein, röste kurz weiter und lösche mit dem Pilz-Wein-Sud ab.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>&nbsp;Nun beginne ich, nach und nach kleine Schöpfer Hühnersuppe (ein paar EL für später übrig lassen) in den Reis zu rühren, so dass er immer etwas flüssig bleibt; <em>all`onda</em> (wie eine Welle) nennen die Italiener diesen Aggregatzustand, wenn der Reis im Topf nur ganz behäbig schwappt.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Derweil hacke ich die Steinpilze klein, gebe sie zum Reis und schmecke mit Salz und weißem Pfeffer ab.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>&nbsp;Nach 20 Minuten reduziere ich die Hitze und rühre 60 g geriebenen Parmesan und 2 EL kalte Butter unter. In einer Pfanne mit wenig Öl brate ich pro Person zwei oder drei Hühnerlebern an, lösche mit 2 bis 3 EL Hühnersuppe ab, würze mit Salz und Pfeffer und lasse die Lebern zart simmern. Nach 3 bis 4 Minuten sollten sie zartrosa sein. <br></li>



<li>Den fertigen Risotto richte ich mit der Hühnerleber an und streue noch etwas Parmesan drüber.</li>
</ul>
</div>
</div>
</div>

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			</item>
		<item>
		<title>Pasta alla Genovese</title>
		<link>https://www.kochgeschichten.at/600-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[klausk]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2024 08:13:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kochgeschichten.at/?p=600</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Originalrezept des ligurischen Klassikers mit Basilikum-Pesto.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kochgeschichten.at/600-2/">Pasta alla Genovese</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kochgeschichten.at">kochgeschichten</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:60%">
<figure class="wp-block-image size-large has-custom-border"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="841" src="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Pesto_Moersern-1024x841.jpg" alt="Pesto Mörsern" class="wp-image-599" style="border-width:1px" srcset="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Pesto_Moersern-1024x841.jpg 1024w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Pesto_Moersern-300x246.jpg 300w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Pesto_Moersern-768x631.jpg 768w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Pesto_Moersern-1536x1262.jpg 1536w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Pesto_Moersern-2048x1682.jpg 2048w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Pesto_Moersern-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Mörsern bis zum Sieg</h2>



<h3 class="wp-block-heading has-text-align-center has-black-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-127fb7f759949823c3a52209dd6ef3ca">Das Originalrezept des ligurischen Basilikum-Klassikers: <br>Pasta mit Pesto alla Genovese, Fisolen und Kartoffeln.</h3>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-alpha-channel-opacity has-background is-style-wide" style="background-color:#3a4f6661;color:#3a4f6661"/>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-b271b4a0a2f933884a168597ac96a271">Grün ist die Hoffnung. Nein, es geht nicht um den gleichnamigen großartigen Roman eines meiner literarischen Superhelden, Tom Coraghessan Boyle, aus dem Jahr 1984, in dem ein Alt-Hippie sich am Anbau von Marihuana abarbeitet. Grün steht in der Farbsymbolik für Hoffnung; und der alte Geheimrat und Farbenlehrer Johann Wolfgang von Goethe fand, dass im Grün unser Auge „eine reale Befriedigung“ findet. &nbsp;Nun, das kann auch für den Geschmacksinn gelten.</p>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-797e13ca2a4280886c5f0dffdb99c606">Mein allerliebstes kulinarisches Grün ist dieses gesprenkelte, das nach einer Lektion Armmuskelgymnastik im Mörser entsteht: das Grün des echten Pesto alla Genovese. Dem möchte ich mich kulturhistorisch und praktisch nähern. Was wir nördlich der Alpen oft als Pesto akzeptieren, würde in Ligurien nur Kopfschütteln hervorrufen: Fake-Pesto-Katastrophen, in denen sich mehr Zusatz- und Konservierungsstoffe befinden als Grünzeug, billige Cashews statt der sündteurer Pignoli, Parmesan-Imitate, zu Tode raffinierte Ramschöle. Und auch wenn wir ein halbwegs akzeptables Pesto alla Genovese zur Verfügung haben und es dann mit Spaghetti vermischen, dann ist das noch lange nicht das echte Gericht.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-plain is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-6899ccc7b7a68cecc3d7ed27d662da01" style="color:#4f613be0"><strong>Was wir nördlich der Alpen oft als Pesto akzeptieren, </strong><br><strong>würde in Ligurien nur Kopfschütteln hervorrufen.</strong></p>
</blockquote>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-a667b72c89c1dead77efb4a06599c128">Pesto-ähnliche Substanzen kommen schon bei Vergil in der römischen Antike vor; er erwähnt eine cremige Paste aus Schafkäse, Kräutern, Knoblauch und Öl namens <em>Moretum</em>. Ein bereits ziemlich modernes Rezept findet sich in Giovanni Battista Rattos Werk „Die Genoveser Köchin“ aus dem Jahr 1863: Es enthält Basilikum und Pinienkerne und wird beim Vermischen mit der Pasta mit etwas Kochwasser verdünnt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Marmor und Olivenholz</h3>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-ab6ad7f79213425a4dc7d630ed3fda28">Was braucht man also für ein echtes Pesto? Zunächst das richtige Basilikum, nämlich <em>Basilico Genovese DOP</em>; man kann die Sorte bequem im Garten, auf dem Balkon oder sogar am Fensterbrett kultivieren. Dann braucht man orthodoxerweise einen Mörser aus Marmor und einen Stößel aus Olivenholz, aber da drücken die Italiener ein Auge zu, wenn auch der aus Marmor ist. Verpönt ist nur der Stabmixer; Pesto ist Handwerk. Und dann, man höre und staune, braucht man Fisolen und Kartoffeln.</p>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-e5c41a771bec3bc61c93009b600a5b0c">In Genua findet übrigens alle zwei Jahre die Weltmeisterschaft in der Disziplin Mörser-Pesto statt. Und da sind auch Nicht-Ligurier immer wieder vorne mit dabei, vor ein paar Jahren zum Beispiel Emiliano Pescarolo, ein 41jähriger Berufstaucher. Der Mann kam aus Mailand, mörserte und siegte. &nbsp;</p>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-2f212a12adfa2329a90e5a2b435933bb"><strong><em>Pesto Post Scriptum</em>:</strong> Pesto macht man am besten nur in einer sogleich aufzubrauchenden Menge, denn der Knoblauch lässt die Paste rasch oxidieren. Die authentische Pasta sind Trofie oder Trenette; die hier leichter erhältlichen Linguine sind aber auch erlaubt.</p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:40%">
<div class="wp-block-group has-palette-color-8-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-29ba7680d98fddc1d03e0a6fa83ee0d7 is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained" style="background-color:#4f752fc7">
<h2 class="wp-block-heading has-palette-color-8-color has-text-color has-link-color wp-elements-2febbd5397a066a4e9abd175ced43f87">REZEPT</h2>



<figure class="wp-block-image size-large has-custom-border"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="816" src="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Pesto_Genovese_Tradizionale-1-1024x816.jpg" alt="Pesto Genovese Tradizionale" class="wp-image-598" style="border-width:1px" srcset="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Pesto_Genovese_Tradizionale-1-1024x816.jpg 1024w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Pesto_Genovese_Tradizionale-1-300x239.jpg 300w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Pesto_Genovese_Tradizionale-1-768x612.jpg 768w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Pesto_Genovese_Tradizionale-1-1536x1224.jpg 1536w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Pesto_Genovese_Tradizionale-1-2048x1632.jpg 2048w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Pesto_Genovese_Tradizionale-1-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h4 class="wp-block-heading has-palette-color-8-color has-text-color has-link-color wp-elements-6dfca76725c040bb14a9871b5ede1365">Pasta Genovese</h4>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide"/>



<p><strong>ZUTATEN FÜR 4 PERSONEN</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>1 gute Handvoll Basilikumblätter</li>



<li>2 zerdrückte junge Knoblauchzehen</li>



<li>1 kräftige Prise grobes Meersalz</li>



<li>80 g Pinienkerne</li>



<li>ca. 125 ml gutes Olivenöl (vorzugsweise ligurisch)</li>



<li>je 80 g Parmesan und Pecorino sardo</li>



<li>2 mittlere mehlige Kartoffeln</li>



<li>400 g Trenette oder Linguine</li>



<li>200 g Fisolen</li>



<li>3 bis 4 kleine Flocken kalte Butter</li>



<li>zusätzlich geriebener Pecorino zum Bestreuen</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide"/>



<p><strong>ZUBEREITUNG</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Zunächst gebe ich die Knoblauchzehen und eine gute Prise grobes Meersalz in den Mörser und beginne zu stoßen. Nach und nach kommen dann das grob gezupfte Basilikum, die Pinienkerne und insgesamt etwa ein Achtelliter Olivenöl dazu. Und gegen Ende Parmesan und Pecorino sardo.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Dann fülle ich einen großen breiten Topf etwa 7 cm hoch mit leicht gesalzenem Wasser, koche es auf und gebe die in kleine Würfel geschnittenen Kartoffeln dazu.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nach 3 bis 4 Minuten lege ich die Nudeln und die in kurze Stücke geschnittenen Fisolen hinein. Nach etwa 9 -12 Minuten (je nach Pastasorte) sind die Nudeln al dente.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich schöpfe 200 ml vom Kochwasser (die Kartoffeln machen es herrlich sämig) ab, gieße Pasta und Gemüse in ein Sieb und gebe alles mit ein paar kleinen Flocken Butter zurück in den Topf.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>Dann rühre ich das ganze Pesto unter und nach und nach auch kleine Zugaben vom Kochwasser; die Sache soll hübsch cremig werden. Der angerichtete Teller wird dann noch mit geriebenem Pecorino bestreut.</li>
</ul>
</div>
</div>
</div>



<p></p>

<p><a href="https://www.kochgeschichten.at/600-2/">Source</a></p><p>Der Beitrag <a href="https://www.kochgeschichten.at/600-2/">Pasta alla Genovese</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kochgeschichten.at">kochgeschichten</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Insalata di nervetti</title>
		<link>https://www.kochgeschichten.at/insalata-di-nervetti/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[klausk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2024 08:35:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kochgeschichten.at/?p=385</guid>

					<description><![CDATA[<p>Kalbsfußmit Bohnen: die norditalienische Küche des Quinto Quarto.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kochgeschichten.at/insalata-di-nervetti/">Insalata di nervetti</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kochgeschichten.at">kochgeschichten</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image alignfull"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="1496" src="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-Zutaten-scaled.jpg" alt="Nervetti Zutaten" class="wp-image-387" srcset="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-Zutaten-scaled.jpg 1920w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-Zutaten-300x234.jpg 300w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-Zutaten-1024x798.jpg 1024w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-Zutaten-768x598.jpg 768w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-Zutaten-1536x1197.jpg 1536w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-Zutaten-2048x1596.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Achilles &amp; Borlotti</h2>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size">Insalata di nervetti: ein Höhepunkt der kulinarischen Totalverwertung <br>aus der norditalienischen Küche des Quinto Quarto.</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-alpha-channel-opacity has-background is-style-wide" style="background-color:#3a4f6657;color:#3a4f6657"/>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-c68e2f08d5eee8006ac547ddf78f755c"><strong>Venedig</strong>. Die Gegend um den Rialto-Markt. Leichter Hunger. In einer kleinen Bar namens <a href="https://www.facebook.com/simonelazzari6">„Pulperia I Compari“</a> stehen die typischen Cicchetti mit Kreide auf eine Tafel geschrieben: Es gibt Jakobsmuscheln, <a href="https://www.kochgeschichten.at/99-2/">Oktopus</a>, den unvermeidlichen Stockfisch Baccalá mantecata– und Insalata di nervetti, die ultimative Vermengung von bäuerlicher Bohnenkultur und Totalverwertung. Nervetti sind natürlich nicht, wie oft zu lesen ist, Nerven – ich wüsste auch gar nicht, wie man Nerven kochen sollte –, sondern Sehnen, und zwar die Achillessehnen vom Kalb; in manchen Regionen zählen auch die weichgekochten Knorpel des Kniegelenks dazu. Der Salat ist in Italien jedenfalls populär genug, um auch als Convenience-Gericht in Supermärkten angeboten zu werden. </p>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-d950589fc5a9cd3028bfc603a9c3f054">Der kleine Happen in der venezianischen Bar war eine Offenbarung: Die transparenten, zu butterzarter Elastizität gekochten Kalbssehnen steuern noch einen Texturkick zu den bissfest gegarten Bohnen und den stundenlang in Essig eingelegten, knackigen Zwiebelspalten bei. Beim zweiten Bissen war klar: Das muss ich nachkochen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Kalbsfuß? Beim Türken kein Problem</h3>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-4f5461fbec776844a286d4f6b7afedab">Aber woher Achillessehnen vom Kalb nehmen? Es ist wesentlich einfacher als man vermuten würde: Jeder türkische Fleischhauer dreht sich beim Wunsch nach Kalbsfüßen um, geht kurz in den Kühlraum und bringt welche. Die restlichen Zutaten sind schnell besorgt: Staudensellerie, Karotten, Lorbeer, weiße Zwiebeln, Zitrone und natürlich Bohnen. Am besten Borlotti. Und Zeit. Sehr viel Zeit.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-plain is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-dfe26fa67f605e3e120ad051bc9393de" style="color:#365907"><strong>Ich will ja nicht sagen, dass die Italiener durchwegs </strong><br><strong>kulinarische Fußfetischisten sind, aber ihre Fußspeisenkultur </strong><br><strong>ist gut entwickelt.</strong></p>
</blockquote>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-941e580dfd10e1d93a1f7a0b8815dffc">Ich will ja nicht sagen, dass die Italiener durchwegs kulinarische Fußfetischisten sind, aber ihre Fußspeisenkultur ist gut entwickelt. Ich sage nur: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zampone" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zampone</a>. Der gefüllte Schweinsfuß ist obligater Bestandteil des wahren Bollisto Misto, wie es in den Küchen Venetiens und der Emilia Romagna aufgetragen wird. Und ich sage: <em>Zampetto di vitello</em>; soll heißen Kalbsfuß. Aus ihm entsteht der Salat aus den Achillessehnen – gleichsam der Gipfel der Küche des <em>quinto quarto</em>, des fünften Viertels vom Rind, das einst den Armen vorbehalten war und sämtliche Innereien, Flachsen und Knorpel beinhaltet. </p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-3 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image alignwide size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-Venedig-1024x768.jpg" alt="Nervetti Venedig" class="wp-image-388" srcset="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-Venedig-1024x768.jpg 1024w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-Venedig-300x225.jpg 300w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-Venedig-768x576.jpg 768w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-Venedig-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-Venedig-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-Venedig-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-1024x768.jpg" alt="Nervetti" class="wp-image-386" srcset="https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-1024x768.jpg 1024w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-300x225.jpg 300w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-768x576.jpg 768w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-1536x1152.jpg 1536w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-2048x1536.jpg 2048w, https://www.kochgeschichten.at/wp-content/uploads/2024/03/Nervetti-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Nervetti </strong>in der Bar Pulperia am Rialto-Markt (oben), darunter der Nachbau mit einem Kalbsfuß vom Wiener Brunnenmarkt.  </figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-214184e0a652ee0fbfc281be6d3ac8ec">Ich habe Sehnensalat in Verona, Venedig und Modena gegessen, aber auch schon in Apulien, und zwar in einer <a href="https://www.scoprendolapuglia.it/it/attivita/braceria/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Braceria</a>, einer Art Fleischhauerei mit Heurigenbetrieb; dort kamen sie knusprig frittiert zu Tisch. </p>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-13bbd2d37c01bd5c199df1072be07fed">Sehnen gibt es aber auch in vielen anderen Küchen der Welt: Jedes halbwegs authentische chinesische Restaurant bietet sie an, meist ewig und noch eine Weile in Chiliöl geschmort und mit Sternanis und Sichuanpfeffer abgeschmeckt. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Mailand, Venedig, Brunnenmarkt</h3>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-bdec9748188805e8d29c222b9d681991">Claudia Ringel, die Wiener Fleischhauerin meines Vertrauens, hortet Rindersehnen ausgelöst und küchenfertig im Tiefkühlschrank, erzählte sie mir neulich: „Ich hab ein paar russische Kunden, die wollen das, weil sie draus irgendeinen Salat machen.“</p>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-7af836a9b16714c55eb96a65eaa7be40">Die Sehnenküche in Italien hat zwei Epizentren: In Mailand werden nervetti unter dem Dialektausdruck gnervitt serviert, in Venedig auch als <em>spienza e nervetti co`e segoe</em>, Milz und Sehnen mit Zwiebeln. Ich habe mir auf dem Brunnenmarkt in Wien-Ottakring einen Kalbsfuß besorgt; der reicht für einen kleinen Salat für vier Personen, wie er auch in den venezianischen Bacari über die Theke geschoben wird.</p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-group alignwide has-palette-color-4-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-1c364de3a4830a1e7a74a2897e187f5c is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained" style="background-color:#a4bd82d9">
<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center has-large-font-size">REZEPT</h2>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-50fe0c755ec363bc558a9e79fd461328"><strong>Insalata di nervetti</strong> </p>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-635b2c63b5f44014fdc1eac8dee251bf" style="font-size:clamp(14px, 0.875rem + ((1vw - 3.2px) * 0.313), 18px);"><strong>ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN</strong> </p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-palette-color-4-color has-alpha-channel-opacity has-palette-color-4-background-color has-background is-style-wide" style="margin-top:var(--wp--preset--spacing--40);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--40)"/>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-c06a6e624e6219a735152e4a3771cace"><strong>Für die Bohnen:</strong></p>



<ul class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-block-list wp-elements-43aacc9d5fd6da14e257d4f659e2e6c0">
<li>250 g Borlotti-Bohnen</li>



<li>1 Lorbeerblatt</li>



<li>2 bis 3 Zweige Thymian</li>
</ul>



<p><strong>Für den Kalbsfuß:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>1/2 Liter trockener Weißwein</li>



<li>1 Schuss Weißweinessig</li>



<li>2 mittelgroße Karotten</li>



<li>2 Stangen Staudensellerie</li>



<li>2 Lorbeerblätter</li>



<li>1 EL schwarze Pfefferkörner</li>



<li>1 EL Salz</li>



<li>1 Kalbsfuß (am leichtesten bei türkischen Lebensmittelhändlern und auf Märkten erhältlich)</li>
</ul>



<p><strong>Für Zwiebel und Marinade:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>1 weiße Zwiebel</li>



<li>1/8 Liter Weißweinessig</li>



<li>1 EL Weißweinessig</li>



<li>1 EL Zitronensaft</li>



<li>50 ml Olivenöl</li>



<li>Salz und weißer Pfeffer aus der Mühle</li>



<li>2 EL gehackte Petersilie</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-palette-color-4-color has-alpha-channel-opacity has-palette-color-4-background-color has-background is-style-wide" style="margin-top:var(--wp--preset--spacing--40);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--40)"/>



<p class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-elements-b8d6ddde0a9dcb807af6b197d2d70020" style="font-size:clamp(14px, 0.875rem + ((1vw - 3.2px) * 0.313), 18px);"><strong> ZUBEREITUNG</strong></p>



<ul class="has-palette-color-4-color has-text-color has-link-color wp-block-list wp-elements-f5778804107c8b270b51e7e5895ca391">
<li>Die Arbeiten beginnen am Vorabend, indem ich 250 g Borlotti-Bohnen einwässere.</li>



<li>Am nächsten Vormittag setze ich in einem großen Topf einen Sud aus etwa 4 Liter Wasser, Wein, Essig, den in grobe Stücke geschnittenen Karotten und Staudenselleriestangen, Lorbeerblättern, Pfefferkörnern und Salz auf. Wenn der kocht, kommt der gewaschene Kalbsfuß dazu und köchelt nun an gute 4 Stunden gemütlich vor sich hin. Derweil schneide ich eine weiße Zwiebel in 8 Spalten, trenne die einzelnen Schichten voneinander und mariniere sie im Weißweinessig. Das sollte 4 bis 5 Stunden dauern, so wird die Zwiebel mild und zart knackig.</li>



<li>Am Nachmittag koche ich die Bohnen in Wasser mit Lorbeer und Thymian weich, was nach dem Wässern nur noch eine gute halbe Stunde dauert.</li>



<li>Die Sehne des Kalbsfußes ist mittlerweile butterweich und nur noch halb so lang wie vorher. Ich lasse sie auskühlen, löse sie vom Knochen, putze sie ein wenig zu – das bedeutet, ich entferne Knorpel und borstige Schwartenteile – und schneide sie in etwa 1 cm große Stücke.</li>



<li>Die eingelegte weiße Zwiebel drücke ich in einem Sieb ein wenig aus und gebe sie mit den nervetti und den Bohnen in eine Schüssel. </li>



<li>Für die Marinade verrühre ich Weinessig, Zitronensaft, Olivenöl, Salz, Pfeffer und Petersilie und vermische alle Zutaten damit. Dann zieht der Salat noch eine Stunde im Kühlschrank durch, darf danach wieder Zimmertemperatur annehmen und wird in kleinen Schüsseln serviert.</li>
</ul>
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		<title>Paradeiservielfalt mit Ricotta &#038; Kräutern</title>
		<link>https://www.kochgeschichten.at/paradeiservielfalt-mit-ricotta-kraeutern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[klausk]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Apr 2024 08:12:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Italien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Gewächshaus ist die Schatzkammer der Paradeiser – mit Sorten satt für einen Sommerteller. </p>
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<h2 class="wp-block-heading has-text-align-center">Der Teller mit zwölf Sorten</h2>



<p class="has-text-align-center has-medium-font-size">San Marzano, Riccio di Parma, Ochsenherz &amp; Co.: <br>Mein Gewächshaus ist die Schatzkammer der Paradeiser.</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-alpha-channel-opacity has-background is-style-wide" style="background-color:#8e9eabc4;color:#8e9eabc4"/>



<p>Lorem ipsum blablabla&#8230; </p>



<p class="has-medium-font-size"> </p>

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